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Rott a. Inn: Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Rokokokirche Rott a. Inn
Rott am Inn ist durch seine Rokokokirche berühmt. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Entwicklung des Klosters verbunden. Anno 1083 stiftete Pfalzgraf Kuno von Rott in Gedenken an seinen einzigen, zwei Jahre zuvor auf dem Schlachtfeld gefallenen Sohn große Teile des heutigen Ortskerns den Benediktinern für ein Kloster, die es zu einem der geistigen Zentren Altbayerns machten. Ab 1718 wurden die baufälligen Klostergebäude abgebrochen und erneuert. Seit 1763 steht an der Stelle der ursprünglich romanischen Basilika die heutige Rokokokirche.



Filialkirche Feldkirchen
Im nahen, zu Rott gehörenden Feldkirchen steht die frühere Marien-Wallfahrtskirche Unsere liebe Frau, die zum Besitz des Rotter Klosters zählte und durch deren Abt Benedikt I im 16. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen erhielt. Nicht weit vom Inn gelegen war sie auch lange Zeit Sitz einer Schiffsbruderschaft. Die früheste Urkunde, in der die Kirche erwähnt wird, ist ein Ablassbrief aus dem Jahr 1298. Aus dieser Zeit stammt der noch heute erhaltene Kirchturm. Bemerkenswert sind die spätgotische Muttergottesfigur (um 1500) und das Holztafelgemälde Maria im Ährenkleid (ca. 1550). Eine umfangreiche Sanierung und Restaurierung fand 1989/1990 statt.

Rotter Achse
Mit der sog. Rotter Achse ist im Rahmen der Dorferneuerung ein Projekt realisiert worden, das als landschaftsplanerisches und geschichtsorientiertes Gesamtkunstwerk einen freien Blick vom Abt-Benedikt-Lutz Brunnen über den Kirchzugang und durch den linken Klosterflügel (jetzt Gemeindeverwaltung) hindurch, dann weiter über den Klosterplatz hinweg bis zur Zeitstele ‚ecclesia et mundus' am Friedhofseingang erlaubt. Das Künstlerehepaar Hannah und Toni Stegmayer hat die Rotter Achse um Zeitenschwellen ergänzt, mit denen die Kirchen- und Ortsgeschichte Rotts symbolhaft dargestellt wird.

Säkularisationsweg
Wie eng die Entwicklung des weltlichen Ortes Rott mit seinem Kloster verbunden ist, zeigt ein Ausstellungsweg im Vorgarten des Gemeindehauses auf dem ehemaligem Klostergelände mit neun Informationstafeln, die an die Säkularisation vor 200 Jahren erinnern. Die beschriftete Bildtafeln schildern die Situation des Klosters zu dieser Zeit und beschreiben den Verlauf und die Auswirkungen der Säkularisation auf das Kloster, den Ort und seine Bewohner.

Strauß-Gruft
Der am 03. Oktober 1988 verstorbene bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß ist in Rott a. Inn begraben. Er wurde in der Familiengruft Kaiser/Zwicknagel neben seiner 1984 verstorbenen Gattin Marianne, geb. Zwicknagel, die er 1957 in der Rotter Klosterkirche heiratete, beigesetzt. Die Gruft befindet sich am unteren Eingang zum alten Teil des Rotter Friedhofs. Franz Josef Strauß ist Ehrenbürger der Gemeinde Rott a. Inn. Nach ihm wurde der Weg benannt, der von der Bahnhofstraße zum Klosterhof und weiter zur Gruft führt.

Historische Kältemaschine
An die Brautradition in Rott erinnert eine Kältemaschine der Firma Linde aus dem Jahr 1904, die seit Kurzem in einem Glaspavillion an der Klostermauer zu besichtigen ist. Das vier Tonnen schwere Originalgerät mit seinem gewaltigen Schwungrad diente bis 1975 der im Klostertrakt untergebrachten Kaiser-Brauerei zur Kühlung und Herstellung von Stangeneis. Die Kältemaschine wurde in mühevoller Kleinarbeit von dem Verein „Freunde alter Fahrzeuge und Gerätschaften Rott a. Inn“ restauriert und für die Ausstellung hergerichtet.

Rotter Ausee
Der Rotter Ausee liegt an der Grenze der Gemeinden Rott a. Inn und Schechen. Beim Bau der Dämme am Inn und der Innstaustufe in Feldkirchen wurde viel Kies benötigt. Heute dienen die ehemaligen Kiesgruben als Badeseen. Entlang des Inns entstanden so der Rotter Ausee, der Waldsee und der Erlensee. Der Rotter Ausee ist ein beliebter Badesee - bei den Rottern wie auch bei der Bevölkerung der Nachbargemeinden. Die Badegäste erfrischen sich am Kiosk mit Eis, Getränken und Brotzeit. Am See wurden ein Beachvolleyballfeld und Sandkästen errichtet. Die Rotter Wasserwacht überwacht den See.

Rotter Forst
Als landesweit bedeutsamer Mischwald- und Feuchtgebietskomplex ist der Rotter Forst (ehemaliger Rotter Klosterwald) mit seinen ca. 16 km² as größte Waldgebiet im Landkreis Rosenheim vor den Alpen. Die Eiszeit hinterließ hier ein Mosaik von Standorten, die heute eine außergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen bieten – ein Segen für Natur und Mensch und viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Seltenheitswert haben u.a. die Schwarzerlenbestände, Brutgebiete der hier noch häufigen Waldschnepfe.Etwa 1100 ha des Rotter Forstes sind Staatswald, davon ca. 300 ha Moorgebiete, mit noch ca. 20 ha Offenhochmoor. Zum Verweilen lädt besonders der Entenweiher ein.

Wanderwege

Am ehemaligen Klosterbrunnen vor der Kirche starten die fünf Wanderwege „Hofmarkweg“, „Weg des Wassers“, „Entenweiherweg“, „Innauenweg“ und „Kapellenweg“. Alle fünf Wege verlaufen innerhalb der Gemeindegrenzen. Im Menüpunkt "Wandern & Radeln" finden Sie hierzu eine genaue Beschreibung.

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Veranstaltungskalender
Fr 01.12.2017 um 19:30 Uhr Nikolausfeier - GTEV Inntaler Rott a. Inn
Kontakt:
Gemeinde Rott a. Inn
Kaiserhof 3
83543 Rott a. Inn
Tel.: 08039/9068-0
Fax: 08039/906899
E-Mail: info@rottinn.de
Wo liegt Rott a. Inn?

Rott a. Inn liegt im Südosten Bayerns.