Projekte und Vorhaben der Gemeinde

Bild von Thanks for your Like • donations welcome auf Pixabay

Die Gemeinde Rott a. Inn unterstützt aktiv die E-Mobilität als wichtigen Schritt zur Überwindung der Verbrennungsmotorentechnologie. Ein Hindernis hierfür ist die nach wie vor unzureichende Ladeinfrastruktur.  Ab 2021 befinden sich daher im Ortskern am Franz-Joseph-Strauß-Weg zwei öffentliche E-Ladesäulen mit 22 bzw. 11 KW-Leistung.

Gleichzeitig ist bis 2022 die Beschaffung eines Elektroautos für den gemeindlichen Fuhrpark vorgesehen.

Eine Übersicht über alle weiteren regionalen und überregionalen Lademöglichkeiten finden Sie übrigens im Internet auf dem „Ladeatlas Bayern“
unter https://ladeatlas.elektromobilitaet-bayern.de/

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Bereits seit 2020 werden diverse Bereiche in Rathaus und Verwaltung auf nachhaltigere Produkte und Varianten umgestellt. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Umweltpapier in Verwaltung und Schule
  • Sozial-ökologische „Neubürgergeschenke“ aus Rotter Bio-Manufaktur
  • Großteils Ökologische Putzmittel
  • Einrichtung eines Ratsinformationssystems und eines Online-Antragssystems als Einstieg in die „papierlose Verwaltung“
  • Versorgung aller gemeindlichen Liegenschaften mit 100 % Ökostrom
  • E-Auto als Dienstfahrzeug
  • Für gemeindliche Grundstücke wird fortwährend an insektenfreundlichen Mähkonzepten gearbeitet („Blühwiesen“)
  • Busch- und Strauchpflanzungen auf gemeindlichen Flächen in enger Zusammenarbeit mit dem BUND Naturschutz, Ortsgruppe Rott a. Inn
  • Anlage von Vogel- und Nisthäusern für Vögel und Kleintiere

Im Herbst 2020 hat der Rotter Gemeinderat einstimmig beschlossen, dass sich Rott um die Auszeichnung als Fairtrade-Gemeinde bemühen soll. Diese wird von der Initiative „TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt“ vergeben. Ziel ist es, auch auf kommunaler Ebene das Bewusstsein für Fairen Handel und seine Vorteile für Mensch und Umwelt zu stärken.

Unter Fairem Handel bzw. Fairtrade versteht man eine Produktions- und Vertriebsweise, die hohe ökologische und soziale Standards berücksichtigt. Typische Fairtrade-Produkte sind Bananen, Kakao oder Baumwolle. Im Rahmen des Fairen Handels soll sichergestellt werden, dass den Bauern und Arbeitern Löhne gezahlt werden, die ihnen das Auskommen nachhaltig sichern. Außerdem wird darauf geachtet, dass während des Herstellungsprozesses ein hoher Wert auf den Umweltschutz gelegt wird. Produkte, die diese Standards erfüllen, werden mit entsprechenden Siegeln gekennzeichnet.  

Die ersten Schritte auf dem Weg zur Auszeichnung wurden in Rott bereits umgesetzt. So wird beispielsweise im Bürgermeisterbüro nur noch Kaffee aus Fairem Handel ausgeschenkt. Auch eine Steuerungsgruppe mit Vertretern von Rotter Betrieben und Vereinen, der Schule, der Kirche und der Gemeinde wurde gegründet. Diese kümmert sich um den Bewerbungsprozess und koordiniert zukünftig verschiedene Aktivitäten zur Förderung des Fairen Handels. Künftig soll in regelmäßigen Abständen durch Veranstaltungen und Aktionen auf den Fairen Handel aufmerksam gemacht werden.

Ziel ist, dass sich möglichst viele Akteure an dem Projekt beteiligen. Möglichkeiten zur Teilnahme gibt es viele. So können Vereine auf Ihren Sitzungen Fairtrade-Kaffee oder -Snacks anbieten oder durch Infoveranstaltungen auf die Vorteile des Fairen Handels aufmerksam machen. Betriebe können Fairtrade-Produkte in ihrem Sortiment anbieten oder ihren Mitarbeitern in der Kantine bzw. dem Pausenraum zur Verfügung stellen. Alle teilnehmenden Betriebe und Institutionen werden als Teil der Kampagne öffentlich genannt und können entsprechend ausgezeichnet werden.

(Bei Interesse an der Teilnahme oder weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Matthias Eggerl als den Leiter der Steuerungsgruppe. Sie erreichen ihn entweder per Mail unter matthias_eggerl(at)web.de oder telefonisch unter 0176/81667959.)

Bild von M W auf Pixabay

Die Herausforderungen der Gegenwart sind nur zu bewältigen, wenn bereits unsere Kleinsten an ökologische Themen herangeführt und hierfür sensibilisiert werden. Deswegen setzt die Gemeinde verstärkt auf naturpädagogische Inhalte:

  • Überarbeitung des pädagogischen Konzepts im Gemeindekindergarten unter naturpädagogischen Aspekten
  • Waldwochen im Gemeindekindergarten
  • Einrichtung von festen Wald- oder Naturkindergartengruppen ab 2022/23
  • Ökologische Optimierung der Freiflächenplanung beim neuen Schulgebäude
  • Umstellung der Schul- und Kindergartenverpflegung auf nachhaltiges Essensangebot
  • Ökologie und Erwachsenenbildung: Es ist eine Vortragsreihe gemeinsam mit BUND Naturschutz und dem Obst- und Gartenbauverein zu ökologischen Themen geplant
  • Eine feste Rubrik zu ökologischen Themen in unserer Gemeinde findet sich monatlich im Gemeindeblatt. Mittelfristig ist eine Umweltbroschüre

Viele ökologische Themen stehen in einem direkten Zusammenhang mit unseren Wohnformen, unseren städtebaulichen Planungen oder mit unserem Umgang mit Freiflächen. Insbesondere der Flächenverbrauch ist mit 11 ha täglich in Bayern nach wie vor immens. Die Gemeinde setzt seit 2020 im Bereich der Bauleitplanung und der Behandlung von Bauanträgen daher verstärkt auf ökologische Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Änderung älterer Bebauungspläne mit kleinen Baurechten im Sinne der Nachverdichtung.
  • Verdichtete Wohnformen bei Neuausweisungen von Bebauungsplänen.
  • Verkürzte Abstandsflächen von 0,4 H im gesamten Gemeindegebiet
  • Förderung und Aufbau von Nahwärmenetzen auf Basis regenerativer Energien
  • Reduzierung der Straßenbeleuchtung und damit der Lichtverschmutzung
  • Umweltschutzfestsetzungen in Bebauungsplänen (Verbot von Steingärten oder Thujenhecken, Pflanzgebote etc.)